WalterSchmuck
Theaterpädagogik

Grundlagen Theaterpädagogik

Vier Wochen, jede Woche drei Schulstunden. Am Ende hat jede Gruppe eine eigene Szene entwickelt und vorgespielt — und weiß, wie man so etwas selbst anleitet.

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Theaterpädagogisches Arbeiten macht Spaß, es trainiert die Mittel der Kommunikation, es baut Scham ab und festigt eine Gruppe. Es ist aber auch anstrengend, es fordert Konzentration, und in jeder Gruppe treffen sehr unterschiedliche Temperamente aufeinander. Genau darüber sprechen wir in diesem Seminar offen, bevor wir anfangen zu spielen.

Wer später selbst mit Kindern oder Jugendlichen arbeitet, braucht beides: die Spiele und Übungen, und ein Gespür dafür, was sie auslösen können. Hemmungen, gekränkte Eitelkeiten bei der Rollenverteilung, heftige Gefühle, die aus einer Szene aufsteigen — das gehört zum Handwerk dazu. Ich zeige, wie man damit umgeht, aus der eigenen Praxis auf der Bühne und im Probenraum.

Umfang
Vier Einheiten zu je drei Schulstunden, eine Einheit pro Woche
Zielgruppe
Erzieherinnen und Erzieher in der Ausbildung; ebenso geeignet für andere Lerngruppen ab sechzehn Jahren
Gruppengröße
In der Regel 14 bis 18 Teilnehmende
Alternativ
Auf Wunsch auch als Kompaktformat statt über vier Wochen verteilt
Raum
Erprobt
Am TGSBBZ in Saarlouis
Honorar
Auf Anfrage

Die vier Einheiten

Erste Woche — Grundlagen

Wir lernen uns kennen. Ich frage nach der eigenen Vorstellung von Theater und danach, wo die Teilnehmenden beruflich einmal hinwollen. Daraus leiten wir gemeinsam ab, was theaterpädagogisches Arbeiten bringt und was daran schwierig ist.

Danach die Theorie, immer an praktischen Beispielen: Wie ist eine Inszenierung aufgebaut? Was macht die Bühnensituation mit dem Spiel — von der klassischen vierten Wand bis zum Spiel mitten zwischen den Zuschauern? Welche Erzählweisen gibt es, von der klassischen Rollenverteilung über Erzähltheater und biografisches Theater bis zur gemeinsam erfundenen Geschichte? Und woher nimmt man überhaupt einen Stoff?

Zweite Woche — Theaterspiele

Jetzt wird gespielt. Whiskymixer, Menschlicher Knoten, Ameisenrennen, Der König sagt: Wir gehen eine Reihe von Theaterspielen durch und sprechen jeweils über Aufbau, Nutzen und darüber, wie man sie mit einer Gruppe umsetzt. An den Spielen selbst vermittle ich die Grundbegriffe des Schauspiels.

Dritte Woche — Wahrnehmung und Improvisation

Übungen zur Selbstwahrnehmung, zur Wahrnehmung des Gegenübers und zur Phantasie, allein und in der Gruppe: Spiegelpantomime, Führen und Folgen, Foto-Freeze. Sie sind die Voraussetzung für alles gemeinsame Improvisieren. Denn improvisieren heißt annehmen, was der andere anbietet, und weiterdenken — nicht ausdenken. Fehler sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Vierte Woche — Eigene Szenen

In Gruppen von drei bis vier Personen entwickeln die Teilnehmenden eine eigene Szene, zu einem vorgegebenen Text oder einer vorgegebenen Thematik. Die Hälfte der Zeit gehört der Arbeit in den Gruppen; ich gehe herum und gebe Hinweise zu Spiel, Regie und Dramaturgie.

Anschließend spielen die Gruppen einander die Szenen vor und geben sich Feedback. Damit üben wir nicht nur das Spiel vor Publikum, sondern auch das Beobachten und das Äußern und Annehmen von Kritik.

Was bleibt

Ein Repertoire an Spielen und Übungen, das sich sofort in der eigenen Arbeit einsetzen lässt. Und die Erfahrung, einmal selbst vor einer Gruppe gestanden und gespielt zu haben — die ist durch keine Theorie zu ersetzen.